Heutzutage können wir uns fast nicht vorstellen, dass ein zwölfjähriges Kind sein Geburtsdatum nicht kennt, weil sein Geburtstag noch nie gefeiert wurde, geschweige denn weiß, wie man mit einer flüssigen Seife umgeht oder selbständig ein Eis kauft. „Das Problem von vielen ukrainischen Waisenkindern liegt darin begründet“, – sagt Wolodimir Karpinskij, Kurator des Projektes „Promeni ljubowi“, – „ dass sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr vom Staat versorgt, aber nicht auf das Leben nach dem Heim vorbereitet werden. Diese Kinder benötigen mehr Aufmerksamkeit“.

Ein Stempel „Heimkind“ bleibt häufig das ganze Leben negativ haften und erschwert den normalen Alltag. Den Kindern zu zeigen, dass sie ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sind, dass sie respektiert und geliebt werden und das es sich lohnt, die Ziele zu haben, an sich selbst zu glauben und die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, verbunden mit einem wunderbaren Aufenthalt in dem Erholungsheim „Lisowa pisnja“ war das Ziel des Projektes von Wolodimir Karpinski, Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg e.V. und der Kinderhilfsorganisation „Braterstwo sirit“, welches von 9.6. bis 29.6.2009 im Gebiet Ternopil durchgeführt wurde.

Rund 60 Waisenkinder im Alter von 10 bis 15 Jahren fanden nicht nur eine gute Erholung, sie wurden von vier engagierten Erziehern sowie vier Trainern mit viel Wärme und Herzlichkeit betreut und in zahlreichen Projekten und Spielen auf das Leben nach dem Kinderheim vorbereitet.

Eine Aktion dieser Art wurde zum ersten Mal im Gebiet Ternopil durchgeführt. Jeder Tag stand unter einem anderen Motto. Kreativitätsförderung, Teambildung, sogar Leadership und Unternehmertum wurden den Kindern auf spielerische Art und Weise vermittelt. Grosse Begeisterung fanden Exkursionen zu den historischen Orten, wie z.B. Schloss Chotinj, Besuch eines Schwimmbads, Grillabende, Mal- und Bastelstunden, Teilnahme an Fussball – und Volleyballspartakiaden gegen andere Mannschaften im Erholungsheim, bei der unsere Kinder den ersten und den dritten Platz gewonnen haben.

Insbesondere die Geburtstagfeiern fanden einen tollen Anklang. Extra für Kinder angefertigte T-Shirts wurden mit Begeisterung angenommen.

Viele Themen, wie Freundschaft, Glück, Krisen und der Umgang damit, wurden mit viel Engagement besprochen und diskutiert. Das Wichtigste, was mit diesem Projekt erreicht wurde, ist die Tatsache, dass die Kinder die Herzlichkeit und die Nächstenliebe erfahren und gespürt haben, wie wichtig und wertvoll sie sind.

Die Kinder sowie ukrainische Partner bedanken sich und hoffen sehr auf eine weitere Zusammenarbeit mit Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg e.V.

Dankesschreiben der Hilfsorganisation „Braterstwo sirit“

Dankesschreiben der Hilfsorganisation „Braterstwo sirit“